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Die Sammlung Musik und Theater – Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg

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Requiem. Missa pro defunctis, KV 626 – Partitur

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Signatur

Nachlass J. A. André, Sign. Mus Wq 55

Urheber

Wolfgang Amadeus Mozart

Datierung

Erstausgabe, Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1800

Maße

H 26,5 cm, B 34 cm

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Requiem. Missa pro defunctis, KV 626 – Partitur

von Vera Hierholzer

Wolfgang Amadeus Mozarts (1756 – 1791) Totenmesse spiegelt das Thema Tod nicht nur aufgrund ihres Gegenstandes, sondern auch durch ihre Entstehungsgeschichte wider: Mozart verstarb, bevor er das Requiem fertigstellen konnte, sein Schüler Franz Xaver Süßmayr (1766 – 1803) vollendete es im Auftrag der Witwe Constanze Mozart (1762 – 1842). Viele Legenden ranken sich um den Tod des Komponisten und das Requiem: So wurde berichtet, dass er Tag und Nacht bis zur Ohnmacht daran gearbeitet habe, da er es für seine eigene baldige Totenfeier zu komponieren meinte. Ebenso hielt sich hartnäckig das Gerücht, Mozart sei einem Giftmord zum Opfer gefallen. Zur Mythenbildung trug auch der lang währende Streit um die Echtheit des Requiems bei, in dem die gezeigte Erstausgabe eine wichtige Rolle spielte. Der Offenbacher Musikverleger Johann Anton André (1775 – 1842) erwarb sie 1801 von Constanze Mozart und nutzte sie als Grundlage seiner Editionen sowie für seine Argumentation in der Auseinandersetzung. Mit roter Tinte sind in ihr die Anteile von Mozarts eigener Komposition und die der Ergänzungen durch Süßmayr eingetragen.