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Fotograf: Tom Stern, Copyright: Marketing und Kommunikation, Goethe-Universität

Anschrift

Institut für Musikwissenschaft, FB 09
Senckenberganlage 31
60325 Frankfurt am Main

Kontakt

Dr. Britta Schulmeyer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Tel.: (069) 798-22202
b.schulmeyer@em.uni-frankfurt.de

Leonie Storz
Tel.: (069) 798-23525
L.Storz@em.uni-frankfurt.de

http://www.muwi.uni-frankfurt.de

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Klavierrollensammlung – Institut für Musikwissenschaft

Gesamtzahl der Objekte: 955

Objektgattungen: Künstler-Rollen für ein Duca-Reproduktionsklavier der Firma Philipps, Marke „Ducartist“; Reproduktionsklavier „Duca" der Frankfurter Musik-Werke-Fabrik J. D. Philipps & Söhne

Datierung der Objekte: 1908 bis 1912

Erfassung: Datenbank mit Einträgen zu den 954 Klavierrollen, die Auskunft zur Provenienz und zur Zuordnung der eingespielten Stücke geben (Suchfunktionen zu Titeln, Interpreten, Komponisten, Gattungen, Arrangeuren)
In Planung: Online-Plattform und Online-Lexikon zu den Biographien der Künstler

Der zusammenhängende Bestand von Klavierrollen der Firma Philipps am Institut für Musikwissenschaften ist europa- und wahrscheinlich weltweit einzigartig. Die Sammlung bietet einen nahezu vollständigen Überblick über das Musikrepertoire des Frankfurter Unternehmens. Die Rollenaufnahmen umfassen zumeist arrangierte Werke klassischer Musik aus den Epochen Barock, Klassik, Romantik und Impressionismus. Aber auch Tanzrollen mit Werken der Unterhaltungsmusik (Schlager, Gesellschafts- und Modetänze) sind vorhanden. Unter den Interpreten der Sammlung finden sich berühmte Namen wie Alfred Cortot (1877–1962), Ferruccio Busoni (1866–1924), Eugen d’Albert (1864–1932) oder Camille Saint-Saëns (1835–1921), aber auch regionale Künstler wie der am Frankfurter Konservatorium lehrende Pianist Willy Rehberg (1863–1957).

Über die Provenienz der Sammlung lässt sich nur wenig ermitteln. Vermutlich stammt sie aus einem Nachlass von Angehörigen der Familie Philipps.

Zur Erschließung und Archivierung der Sammlung wurde bislang ein Forschungsprojekt von Dr. Kerstin Helfricht durchgeführt, das unter anderem eine Studie zum Anteil und Einfluss von Pianistinnen auf die industrielle Herstellung und Verbreitung mechanischer Musik umfasste. Ab dem Sommersemester 2014 sind Klavier und Rollensammlung in den Fächerkanon des Instituts integriert. Im Rahmen von Übungen werden die Studierenden an die Interpretations- und Repertoireforschung herangeführt.

Literatur

Jürgen Hocker: Player piano. Das selbstspielende Klavier von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bergkirchen 2009.

Erfasste Objekte

Klavierrolle „Ducartist“

Es ist eine einfache dunkelblaue Schachtel aus Pappe, eine unter 954 anderen in einem Regal. Alle tragen jeweils einen quadratischen, bereits leicht vergilbten Beschriftungszettel auf der Kopfseite. Auf diesem sind ein Musiktitel, der Name eines Komponisten ...

Reproduktionsklavier „Duca“

1900 – Technik – Industrie – Unterhaltung – wenige Worte genügen, um in unseren Köpfen ein Bild jener Zeit entstehen zu lassen, in der man technischen Fortschritt in nie gesehener Geschwindigkeit erlebte und das Unmögliche über Nacht ...