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Fotograf: Tom Stern, Copyright: Marketing und Kommunikation, Goethe-Universität

Anschrift

Wissenschaftsgarten der Goethe-Universität
Campus Riedberg
Max-von-Laue-Straße 13
60438 Frankfurt am Main

Kontakt

Prof. Dr. Georg Zizka (Vorsitzender Gartenkommission)
Tel.: (069) 798-42176; (069) 97075-1166
gzizka@senckenberg.de

Dipl. Ing. Robert Anton (Leiter der Freilandanlagen der Goethe-Universität und Technischer Leiter des Wissenschaftsgartens)
Tel.: (069) 798-42104
anton@em.uni-frankfurt.de,
Susanne Pietsch (Leiterin Gewächshausbereich)
Tel.: (069) 798-42116
s.pietsch@bio.unmi-frankfurt.de

http://www.uni-frankfurt.de/wissenschaftsgarten

Öffnungszeiten

Freiland des Wissenschaftsgartens: in den Sommermonaten Montag bis Freitag 9.00–14.30 Uhr (kein Zugang für Hunde); Gewächshausbereich: nach Vereinbarung

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Lebendsammlung – Wissenschaftsgarten Riedberg

Gesamtzahl der Objekte: über 10.000 Pflanzen aus 2000 Arten

Objektgattungen: lebende Pflanzen aus aller Welt, Saatgut

Datierung der Objekte: circa 1914 bis heute

Erfassung: Gewächshaussammlung ist in der Datenbank „Hortus“ erfasst. Jede Pflanze der Sammlung besitzt eine Akzessionsnummer, Zugang und Herkunft sind festgehalten. Diese Erfassung erfolgt seit den 1990er Jahren im (alten) Botanischen Garten und wird vom Wissenschaftsgarten übernommen. Für die Altbestände liegt keine genaue Alters- und Herkunftsdokumentation vor. Gemäß den internationalen Vorgaben werden für alle Sammlungsobjekte IPEN-Nummern (ein Registrierungssystem für die Pflanzensammlungen Botanischer Gärten) vergeben.

Den Vorläufer des heutigen Wissenschaftsgartens der Goethe-Universität gründete 1763 der Frankfurter Stadtarzt Johann Christian Senckenberg (1707–1772) am Eschenheimer Turm, wo er in alleiniger Trägerschaft der „Dr. Senckenbergischen Stiftung“ vor allem der medizinischen Lehre diente. Seit der Gründung der Goethe-Universität 1914 wurde der Garten zunächst gemeinsam mit der Stiftung, später alleine von der Universität finanziert und betrieben und zunehmend auf die Biologie/Botanik ausgerichtet. 1908 zog der Garten an die Siesmayerstraße; ab den 1930er Jahren erfolgte ein erneuter Umzug zum angrenzenden dritten Standort. Von dort verlegte man die Gewächshaussammlung 2013 in neu errichtete Gewächshäuser am heutigen vierten Standort auf dem Campus Riedberg. Parallel wurde dort eine neue Freilandanlage von derzeit drei Hektar eingerichtet, zu der unter anderem ein Arzneipflanzengarten gehört.

Die Pflanzensammlung dient der Lehre und Forschung und schließt verschiedenste Verwandtschaftskreise ein. Traditionell werden Teile der Sammlung im Sommer in kleinen Sonderausstellungen auf dem Gartengelände präsentiert – beispielsweise Kübelpflanzen, Kanarenpflanzen und andere. Die Freilandsammlungen umfassen insbesondere für die Lehre genutzte temperate bis submediterrane Arten sowie Kulturen für Forschungsprojekte, beispielsweise „Eichen für die Zukunft. Zum Garten gehören auch ein weiteres, rund 300 Quadratmeter großes Gewächshaus aus den 1980er Jahren sowie Klimakammern. Einige Arten wurden von Wissenschaftlern der Universität im Gelände gesammelt, beispielsweise die seltene Microcycas calocoma auf Kuba in den 1950er Jahren. Einzigartig ist auch die Sammlung tropischer Marcgraviaceae.

Literatur

Die bisher vorliegende Literatur nimmt auf den 3. (oder frühere) Botanischen Garten Bezug. Ein Gartenführer für den Wissenschaftsgarten ist für 2015 in Vorbereitung]

Beate Alberternst u. a.: Der Botanische Garten der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ein illustrierter Führer, Norderstedt 2008.

August de Bary: Geschichte der Dr. Senckenbergischen Stiftung 1763–1938, Frankfurt a. M. 1938.

Isaak Blum: Die Botanik in Frankfurt a. M., insbesondere ihre Pflege durch das Senckenbergianum, Frankfurt a. M. 1901.

Karl Egle, Günter Rosenstock: Die Geschichte der Botanik in Frankfurt am Main: ein Vermächtnis von Dr. Johann Christ

Erfasste Objekte

Passionsblume, Passiflora incarnata

Der Name der vorwiegend in Amerika vorkommenden Passionsblume wurde durch eingewanderte Jesuiten geprägt, die in nahezu allen Details des Blütenaufbaus Symbole für die Passionsgeschichte erkannten: Unter anderem brachten sie den Strahlenkranz mit ...

Pflanzenaufzucht des Wissenschaftsgartens

Ein kleiner Blätterwald. Grün, mit heller Zeichnung entlang der großen Adern schmiegt sich ein zartes Blatt an das nächste. Gleich an gleich und höchstens fünfzehn Zentimeter hoch, bilden etwa 350 ...

Wasserbecken aus dem ersten Senckenbergischen Arzneipflanzengarten am Eschenheimer Turm

Wahrscheinlich hat Senckenberg es selbst nicht mehr zu Gesicht bekommen. Als 1774 der erste Botanische Garten fertiggestellt wurde, lebte sein Stifter, der Stadtarzt Johann Christian Senckenberg (1707–1772), der von einem Baugerüst des nebenliegenden Bürgerhospitals gestü...