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Fotograf: Tom Stern, Copyright: Marketing und Kommunikation, Goethe-Universität

Anschrift

Fritz Bauer Institut
Campus Westend
IG-Farben-Haus
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Kontakt

Werner Renz
Tel.: (069) 798-32225
w.renz@fritz-bauer-institut.de

http://www.fritz-bauer-institut.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 9.00–17.00 Uhr

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Sammlung Frankfurter Auschwitz-Prozesse – Fritz Bauer Institut

Gesamtzahl der Objekte: 2700 Archiveinheiten

Objektgattungen: Gerichtsakten, Handakten von Prozessbeteiligten, Urkunden, Sonderhefte, Fotos, Tonträger (Tonbandmitschnitte)

Datierung der Objekte: 1960er und 1970er Jahre

Erfassung: Die Quellen sind nach Archiveinheiten (Aktenordner und Mappen) verzeichnet. Die Hauptakten des 1. und 2. Auschwitz-Prozesses sind nach folgenden Quellensorten erschlossen (Vernehmungsprotokoll, Aussage, Erklärung, Antrag, Verfügung, Brief). Die beiden erstellten Findbücher erlauben einen gezielten Zugriff insbesondere auf die Protokolle der Vernehmungen von Auschwitz-Überlebenden und SS-Angehörigen, die im Rahmen des Vorverfahrens vernommen worden sind. Im Jahr 2013 ist damit begonnen worden, die Akten auf der Basis der Archivsoftware FAUST 7 zu erfassen.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Gerichtstag halten über uns selbst“, das im Jahr 1996 vom Fritz Bauer Institut mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Medien begonnen wurde, trug das Institut alle noch erreichbaren Bestände zu den Frankfurter Auschwitz-Prozessen zusammen, die nicht entsprechend dem Hessischen Archivgesetz an das Hessische Hauptstaatsarchiv seitens der aktenführenden Behörde, der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt am Main, abzugeben waren. Insbesondere aus den Privatarchiven der Prozessbeteiligten hat das Institut Handakten erhalten können. Die Sammlung ist noch nicht abgeschlossen. Das Institut steht in Verhandlungen mit an den Prozessen beteiligten Rechtsanwälten. Die Sammlung ist gegliedert nach den insgesamt sechs Frankfurter Auschwitz-Prozessen sowie nach folgender Provenienz: Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt am Main, Nebenklagevertretung, Verteidigung.

Erfasste Objekte

Buchseite mit hebräischen Schriftzeichen

Wer in der NS-Zeit im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau inhaftiert oder in den Gaskammern ermordet werden sollte, wurde meist mit einem Vieh- oder Güterwagen dorthin deportiert. Zunächst wurden die ankommenden Häftlinge an ...

Flugticket der Lufthansa Frankfurt–Wien–Warschau

Der wohl gefürchtetste Abschnitt des Konzentrationslagers Auschwitz (Stammlager) war der Block Nr. 11, der Strafblock. Ab Januar 1943 kam hier in regelmäßigen Abständen ein Tribunal des Standgerichts zusammen. Im Schnellverfahren wurden unzählige Urteile ...

Lichtbildmappe

Beim Durchblättern des Albums mit der wenig aufschlussreichen Beschriftung »Lichtbildmappe« könnte man meinen, man schaue in das private Fotoalbum einer deutschen Familie in den 1930er-Jahren. Handschriftlich wurden mit Bleistift Jahreszahlen unter jedem Foto ...

Schreibtisch mit Karteiaufbewahrung

Zwischen Aktenregalen voller Prozessmaterial steht ein Tisch. Die Nutzungsspuren sind nicht zu übersehen, überall finden sich Kratzer, Stoßstellen und Klebereste von Beschriftungen. Die Schreibfläche ist dreigeteilt, das mittlere Drittel ist grün verkleidet. ...

Zeitungsausschnitt: „Genickschüsse an der „Schwarzen Wand“ des Lagers Auschwitz“

Stolze Väter sammeln Trophäen von ihren Söhnen. Üblicherweise sind dies Sportpokale, Medaillen oder Urkunden von Wettbewerben. Herr Vogel sammelt auch, jedoch nicht in diesen Kategorien. Seine „Trophäe“ ist ein Artikel aus ...