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Hintergrund

Das neue Interesse für Universitätssammlungen

Die vielfach schon vor Generationen angelegten wissenschaftlichen Sammlungen an Universitäten stoßen seit einigen Jahren auf zunehmendes Interesse in Forschung und Öffentlichkeit. Diese Online-Plattform präsentiert erstmals gebündelt die vielfältigen Objektbestände der über 40 akademischen Sammlungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Historisch bedingt an verschiedenen Standorten verstreut, werden diese teils täglich in Lehre und Forschung genutzt, teils schlummern sie aber auch fast vergessen in Magazinen und Kellerräumen, auf Dachböden und in Büros.

Die Online-Plattform als Grundlage für Forschung und Lehre

Die Plattform macht alle Sammlungen öffentlich, sensibilisiert uni-interne und externe Interessenten für ihre Bedeutung und Reichhaltigkeit und vernetzt die Bestände miteinander. Auf diese Weise bietet sie eine dauerhafte Grundlage für ihre konsequente Einbindung in Lehre und Forschung – und dies über die Grenzen der jeweiligen Fächer hinaus.

Entwickelt wurde die Plattform von der wissenschaftshistorischen Studiengruppe „sammeln, ordnen, darstellen“ am Forschungszentrum für historische Geisteswissenschaften (Leitung: Judith Blume, Dr. Vera Hierholzer, Dr. Lisa Regazzoni). In den Lehrveranstaltungen der Gruppe setzen sich seit 2010 Studierende und Lehrende unterschiedlicher Fächer und Qualifikationsstufen am Beispiel der umfassenden Bestände der Goethe-Universität mit wissenschaftlichen Sammlungen als Orten der Wissensproduktion auseinander.

Das neue Onlinemedium für Lehre und Forschung ist selbst ein Produkt der Lehre. Form und Struktur wurden zusammen mit den Studierenden der Studiengruppe erarbeitet. Der Aufbau war zudem eng mit der Erarbeitung der Jubiläumsausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ zum 100 jährigen Bestehen der Goethe-Universität verknüpft (19. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015 im MUSEUM GIERSCH, Projektleitung und Kuratorin: Dr. Charlotte Trümpler, Kuratorinnen: Judith Blume, Dr. Vera Hierholzer, wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Lisa Regazzoni).

Verbindung unterschiedlicher Perspektiven auf die Sammlungen

Die Besonderheit der Plattform liegt darin, dass sie die Frankfurter Sammlungen durch Texte erschließt, die in der gemeinsamen interdisziplinären Arbeit von Studierenden, Sammlungskurator/innen, Lehrenden und Ausstellungsmacherinnen entstanden sind. So bietet sie viele unterschiedliche Perspektiven auf die Sammlungen und ihre Objekte: fachinterne, ebenso wie fachfremde Blicke; wissenschaftshistorische ebenso wie kuratorische Interpretationen. Dementsprechend ermöglicht sie sowohl intuitiv-kreative als auch systematische Zugänge.

Die Plattform als offene Forschungs- und Lehrstruktur

Die Plattform ist kein abgeschlossenes Portal, sondern eine offene Forschungs- und Lehrstruktur im Kontext der Frankfurter wissenschaftsgeschichtlichen Forschung. Die Studiengruppe freut sich über Hinweise auf weitere Sammlungen, neue Textformate und andere Deutungszugänge!