Institut für Archäologische Wissenschaften, FB 09, Abteilung II, Archäologie von Münze, Geld und von Wirtschaft in der Antike
Campus Westend
IG-Farben-Haus
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
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Sophia Hanelt
Tel.: (069) 798-32285
hanelt@em.uni-frankfurt.de
Digitales Münzkabinett der Goethe-Universität
Homepage der Abteilung
nach Vereinbarung
Die numismatische Sammlung umfasst ca. 2100 Objekte, sowie Gipsabgüsse (ca. 40.000) und Fotos (ca. 400.000) von Münzen aus der griechisch-römischen Antike. Die Originale und Gipsabgüsse werden schrittweise über das digitale Münzkabinett der Goethe Universität erschlossen. Dieses digitale Münzkabinett ist an weltweite numismatische Portale angeschlossen, so dass die Objekte in fachspezifischen Datenbanken auffindbar und deren Daten nachnutzbar sind. Studierende beteiligen sich an der digitalen Erschließung der numismatischen Sammlung. Entsprechend spielt sie eine wichtige Rolle in der numismatischen Lehre des Instituts für Archäologische Wissenschaften. Zudem ist das Material für interne und externe Wissenschaftler:innen nutzbar.
Gesamtzahl der Objekte (aus allen Beständen): 500.000
Objektgattungen: antike Münzen, Münzgipsabgüsse, Gemmenabdrücke, Fotokartei antiker Münzen, Toreutikkartei, römische Gefäßfragmente, Bildarchiv Ernest Nash
Datierung der Objekte: 6. Jahrhundert v. Chr. bis 19. Jahrhundert
Erfassung: Originalmünzen: Inventarliste; Katalog zu den Münzen mit Gegenstempeln; Bildarchiv Ernest Nash: Datenbank
Der interaktive Katalog der numismatischen Sammlungen ist unter www.mkfrankfurt.uni-frankfurt.de erreichbar.
Die Gipsabdrücke antiker Münzen entstammen größtenteils aus Arbeitsapparaten der Altertumswissenschaftler Richard Delbrück (1874–1957), Clemens Bosch (1899–1955) und Konrad Kraft (1920–1970). Sie wurden zu Forschungszwecken aus vielen Sammlungen des In- und Auslands zusammengetragen und stellen für spezielle numismatische Fragestellungen eine einmalige Dokumentation dar.
Die Bildkartei antiker Münzen ist als Arbeitsinstrument ebenfalls seit den 1960er Jahren entstanden und umfasst Abbildungen von den frühesten Elektronprägungen Kleinasiens bis zu den Münzen der Merowinger und byzantinischen Kaiser. Jede Karteikarte dokumentiert den „Steckbrief“ einer einzelnen Münze mit einem Foto. Das Archiv ist Abbild eines zentralen Bereichs akademischer Tätigkeit, dem Ordnen und Systematisieren, und bezeugt mit seiner Zusammensetzung die besonderen Forschungsinteressen in Frankfurt am Main.
Die Sammlung von Gemmenabdrücken wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Rom aus verschiedenen europäischen Sammlungen zusammengetragen. Sie sind auch in der Spezialforschung wenig bekannt und bilden eine Sammlung von historischem Wert.
Die Toreutikkartei ging aus dem wissenschaftlichen Nachlass von Aladar Radnoti (1913–1972), Lehrstuhlinhaber an der Goethe-Universität von 1962 bis 1972, hervor. Sie enthält Informationen und Fotos zu mehreren Tausend Metallgefäßen inner- und außerhalb der römischen Welt.
Das Bildarchiv Ernest Nash (1898–1974) ist ein Teil des Nachlasses des bekannten Fotografen archäologischer Monumente und Verfasser eines großen topographischen Bildlexikons zum antiken Rom und gelangte 1998 als Geschenk nach Frankfurt. Es bewahrt Originalaufnahmen und Negative von antiken Monumenten, zeitgenössischen Straßenszenen sowie Porträts bekannter Persönlichkeiten auf.
Einen besonderen Bestand stellen neben der im Rahmen von Bestimmungsübungen verwendeten römischen Gefäßkeramik auch die Funde aus einem römischen Schiffswrack dar, das Taucher vor Korsika geborgen haben.
Silvana Balbi de Caro, Dirk Backendorf und Holger Komnick (Hg.): Geld aus dem antiken Rom: „Assem habeas, assem valeas - Hast du was, bist du was“. Ausstellungskatalog im Dormitorium des Karmeliterklosters Frankfurt am Main, 17.1.–10.3.1991, Frankfurt a. M. 1991.
Valentin Kockel, Daniel Graepler (Hg.): Daktyliotheken. Götter & Caesaren aus der Schublade. Antike Gemmen in Abdrucksammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts, München 2006.
Helge C. Knüppel: Daktyliotheken. Konzepte einer historischen Publikationsform, Mainz 2009.
Maria Radnoti-Alföldi: Litterae Numismaticae Vindobonenses, 4. Jg. 1992, S. 249.
Maria Radnoti-Alföldi, Margarita C. Lahusen (Hg.): Ernest Nash – Ernst Nathan 1898–1974. Photographie Potsdam – Rom – New York – Rom, Berlin 2000.
Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.
Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)
Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de
FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de
Jatinkumar Nakrani
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Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)
Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.
Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)
