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Judaica-Sammlung – Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
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Tse’enah u-re’enah: ve-hu hamishah humshe Torah

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Signatur

Sign. Jud. Germ. 57

Urheber

Ya’akov ben Yitshak Ashkenazi (Jakob Aschkenasi aus Janow)

Datierung

Sulzbach, 1731/32

Maße

H 33,5 cm, B 43,5 cm

Objekt-Schaufenster

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Tse’enah u-re’enah: ve-hu hamishah humshe Torah

© Universitätsbibliothek

von Vera Hierholzer

Als »Weiberbibeln« wurden Werke wie dieses gerne bezeichnet. Sie richteten sich aber nicht nur an jüdische Frauen, sondern auch an die »ungelehrten « Männer, also jene, deren Hebräischkenntnisse nicht für das Studium des rabbinischen Schrifttums ausreichten. Die »Weiberbibeln« übersetzten die biblischen Geschichten des Pentateuch, der Fünf Bücher Mose, ins Jiddische und verbanden sie mit Erklärungen und Erzählungen aus der gesamten jüdischen Literatur. Die zahlreichen religiösen Vorschriften und Gesetze des Pentateuch ließen sie jedoch weg. Besonders gern wurden sie am Schabbat zur religiösen Belehrung und Erbauung im Kreis der Familie vorgelesen. Erstmals zu Beginn des 17. Jahrhunderts publiziert, erschien dieses nach einem Zitat aus dem Hohen Lied als Tse’enah u-re’enah (»Geht und seht«) betitelte Werk bis zum 19. Jahrhundert in über 200 Auflagen und erfuhr große Verbreitung und Popularität in Europa. Das vorliegende Exemplar ist ein Sulzbacher Druck aus dem Jahr 1732. Der ursprüngliche Text wurde im Lauf seiner langen Wirkungsgeschichte sprachlich und inhaltlich immer wieder verändert. Er bietet somit ein besonderes Zeugnis der jiddischen Sprachgeschichte und illustriert zugleich die zeitgenössische Auffassung der jüdischen Tradition. Das Werk wird vor allem in den USA und Israel bis heute nachgedruckt und rezipiert.

Dieses Objekt war in der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" 2014/2015 zu sehen. Der erläuternde Text wurde für die Ausstellung bzw. den begleitend erschienenden Katalog verfasst.

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Über die Plattform


Entstehungskontext der Plattform

Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.

Leitung der Studiengruppe und Herausgabe der Plattform

Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)

Betreuung der Plattform

Sammlungskoordination der Goethe-Universität
Universitätsbibliothek Johann-Christian-Senckenberg
sammlungen@uni-frankfurt.de

Programmierung

Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de

Design

FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de

Developed By

Jatinkumar Nakrani
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Team der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" von 2014

Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)

Fotografien

Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Filmproduktion

Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)

Finanzierung