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Altorientalische Sammlung
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Schnabelkanne

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Signatur

Inv.Nr. 96-26

Datierung

Innernatolien, Türkei, 1780 - 1740 v. Chr.

Maße

Höhe 33,5 cm - Durchmesser 20 cm

Material

Ton

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Schnabelkanne

Das Gefäß ist eine sogenannte Schnabelkanne, eine typische und langlebige Gefäßform in der kleinasiatischen Keramik, die nach ihrem schnabelartigen Ausguss benannt ist.
Die Schnabelkanne zeichnet sich neben der namengebenden Ausgussform durch den scharfen Schulterumbruch aus: Auf einem abgesetzten, flachen Boden verbreitert sich der untere Gefäßkörper konisch nach oben, um in der Körpermitte abzuknicken, auf der die annähernd halbkugelige Schulter folgt. Der bogenförmig verlaufende Henkel ist an der oberen Hälfte des Gefäßes angebracht und leitet in den röhrenförmigen Hals über. Der weit ausgezogene Ausguss ist entsprechend schräg angeschnitten. Die Oberfläche des Gefäßes ist rötlich-braun und wurde geglättet. Die vollständig erhaltene Schnabelkanne ist nur am Boden sowie am Ausguss leicht beschädigt.

Das Objekt gehört zur „Toreutischen-Gruppe“, deren kantige Formen und polierte, rötlich-braune Oberflächenbehandlung an Metallgefäße erinnern, die wohl als Vorbilder für diese Keramikgruppe dienten. Gefäße, die mit dem vorliegenden Objekt vergleichbar sind, wurden vom 18.-16. Jh. in Zentralanatolien gefunden, vor allem in der Hauptstadt Hattuscha / Bogazköy.

Beschrieben von Natalie Mez

Dieses Objekt war in der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" 2014/2015 zu sehen. Der erläuternde Text wurde für die Ausstellung bzw. den begleitend erschienenden Katalog verfasst.

Literatur

Sinje Stoyke, Eine Schnabelkanne aus Anatolien (Katalog-Nr. 45), in: Jan-Waalke Meyer (Hrsg.), Kulturen am Rande Mesopotamiens. Von West-Kleinasien bis zum Kaspischen Meer, Frankfurter Archäologische Schriften 8, Wiesbaden 2009, S. 49 – 52.
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Über die Plattform


Entstehungskontext der Plattform

Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.

Leitung der Studiengruppe und Herausgabe der Plattform

Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)

Betreuung der Plattform

Sammlungskoordination der Goethe-Universität
Universitätsbibliothek Johann-Christian-Senckenberg
sammlungen@uni-frankfurt.de

Programmierung

Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de

Design

FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de

Developed By

Jatinkumar Nakrani
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Team der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" von 2014

Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)

Fotografien

Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Filmproduktion

Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)

Finanzierung