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Bibliothek für Jugendbuchforschung – Institut für Jugendbuchforschung
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Atlas Portatilis, Oder Compendieuse Vorstellung der Ganzen Welt

Kategorien

Signatur

B2/20/1

Urheber

Johann Gottfried Gregorii, Johann Christoph Weige (Illustrator)

Datierung

1720

Material

Papier

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Atlas Portatilis, Oder Compendieuse Vorstellung der Ganzen Welt

Cosmographie

von Dr. Felix Giesa

Dieses mit gut 300 Jahren älteste Buch aus der Benjamin’schen Sammlung stellt, quasi als Ausgangspunkt für die gesamte, folgende Sammlung, eine exemplarische Vermessung der Welt dar. Der ‚tragbare Atlas‘ enthält Modelle der Welt, Karten ihrer Vermessung und Erläuterungen der ‚cosmographischen‘ Erkenntnisse. Ebenso wie die Kosmolog:innen über die physikalischen Zusammenhänge der Welt nachdenken, mag Benjamin die intellektuellen Zusammenhänge studiert haben. Ist sie vielleicht sogar der Ausgangspunkt für seine ‚Archäologie der Moderne‘, die „den Reichtum von Schichten, in dem sich die Welt und ihre besten Gehalte aufbauen“ (Benjamin VI, 95) wiederherzustellen vermag? Wie auch zahlreiche andere Stücke der Sammlung jedoch, ist auch hier das Denken aus einer klaren eurozentristischen Sicht geprägt, die zwar die Schichten der Welt sieht – aber deren eigene Sicht noch nicht wahrzunehmen vermag.

Felix Giesa ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kustos am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die Objekterzählung entstand im Rahmen der Ausstellung "ein/aus gepackt: Kinderbuchsammlung Benjamin" (Oktober 2022-Februar 2023), in der ausgewählte Bücher der Sammlung aus unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Perspektiven kommentiert wurden.

Literatur

Johann Gottfried Gregorii (1720) Atlas Portatilis, Oder Compendieuse Vorstellung der Ganzen Welt/ in einer kleinen Cosmographie Illustriert von Johann Christoph Weigel. Nürnberg: Johann Christoph Weigel. B2/20/1
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Über die Plattform


Entstehungskontext der Plattform

Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.

Leitung der Studiengruppe und Herausgabe der Plattform

Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)

Betreuung der Plattform

Sammlungskoordination der Goethe-Universität
Universitätsbibliothek Johann-Christian-Senckenberg
sammlungen@uni-frankfurt.de

Programmierung

Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de

Design

FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de

Developed By

Jatinkumar Nakrani
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Github

Team der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" von 2014

Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)

Fotografien

Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Filmproduktion

Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)

Finanzierung