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Vom 24. März bis 14. Juli 2019 widmet sich das Museum Giersch der Goethe-Universität den weltberühmten Felsbildkopien des Frobenius-Instituts. Nach mehreren auch international erfolgreichen Präsentationen zeigt sie mehr als 200 Bildwerke dieses herausragenden universitären Bilderschatzes nun endlich auch in Frankfurt am Main. Die Ausstellung rückt die talentierten Künstlerinnen und Künstler sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Vordergrund, die hinter den beeindruckenden Felsbildkopien aus den Archiven des Frobenius-Instituts stehen und bisher wenig Beachtung erfahren haben. Wer waren Sie? Was hat sie angetrieben? Mehr als 200 Bildwerke sind zu sehen - ethnographische Bilder, Fotografien, Nachzeichnungen prähistorischer Felsbildkunst und Kunstwerke.
Es ist soweit: Seit Ende 2018 ist das digitale Münzkabinett der Goethe-Universität online! Unter www.mkfrankfurt.uni-frankfurt.de werden antike Münzen und Gipsabgüsse antiker Münzen aus den Sammlungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften erfasst und so für Lehre und Forschung erschlossen.
Das Angebot richtet sich sowohl an Lehrende und Studierende der Goethe-Universität, als auch an eine breite Öffentlichkeit. Durch die Verlinkung mit anderen numismatischen Portalen (z. B. OCRE) sind die Sammlungen auch international sichtbar. Die Objekte erstrecken sich über ein Jahrtausend von 500 v. Chr. bis ins 6. Jhdt. n. Chr. Noch ist die Digitalisierung nicht abgeschlossen: aktuell sind 460 Objekte online, der Bestand wird aber fast täglich wachsen.
Die Digitalisierung geschieht im Rahmen des deutschlandweiten vom BMBF geförderten Projektes NUMiD und wird zudem vom Frankfurter BMBF-Projekt „Die universitäre Sammlung als lebendes Archiv“ unterstützt.
Es war ein riesiges Projekt und es bleibt es weiterhin: Eine Selbstdarstellung der Khwe Buschleute in ihrer eigenen Sprache. Das war das Ziel von Oswin-Köhler. Ein DFG-gefördertes Forschungs- und Editionsprojekt führt seine Arbeit fort. Nun ist der vierte Band der auf 12 Teile angelegten Khwe-Enzyklopädie erschienen. Er widmet sich den Themen "Familie und Gesellschaft" und "Gewohnheitsrecht".
Viel Spaß beim Lesen!
Köhler, Oswin (2018): The World of the Khwe Bushmen in Southern Africa. A self-portrait in their own language. Vol. 4.1. (Band 4.1.): Part V Family and Society, Part VI Customary Law: Norms and Practices, Edited by Gertrud Boden and Anne-Maria Fehn with assistance from Thaddeus Chedau, Berlin: Dietrich Reimer.
Dreimal haben Sie in diesem Semester die Gelegenheit, die Abguss-Sammlungen der Klassischen Archäologie kennen zu lernen. Die Führungen finden jeweils sonntags um 11 Uhr statt und widmen sich folgenden Themen:
28.10.2018: Dr. Matthias Recke
Neu in der Sammlung: Die Erechtheionkore von der Athener Akropolis"
25.11.2018: Nathalie Burg, M.A.
Schiffbruch auf der Sturmfahrt in die Ewigkeit. Das Grabrelief des Demokleides"
27.1.2019: PD Dr. Axel Filges
"Menschen wie wir? Bauern, Landfrauen und Familien auf Weihreliefs des Hellenismus"
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
75 Nasspräparate aus der Edinger Tiergehirn-Sammlung des Neurologischen Instituts (Edinger-Institut) am Universitätsklinikum Frankfurt am Main sind seit dem 29.6.2018 in der Sonderausstellung "Das Gehirn - Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl" am LWL - Museum für Naturkunde zu sehen. Auf 1.200 Quadratmetern lernen Besucher*innen die anatomische Vielfalt und die enormen Leistungen dieses komplexen Organs kennen. Die Tiergehirne aus der Edinger-Sammlung sind gleich zu Beginn der Ausstellung als eine "Galerie der Gehirne" zu sehen - vom nur wenige Gramm schweren Fledermausgehirn bis zum Elefantengehirn, das über vier Kilogramm auf die Waage bringt. "Der Raum, in dem die Präparate präsentiert werden, soll als Einstimmung auf die Ausstellung dienen", sagt Holm. Sie hat zusammen mit ihren Kolleginnen Lisa Klepfer und Dr. Julia Massier das Ausstellungskonzept entworfen.
Mehr zum Ausstellungskonzept und der Galerie der Gehirne in einem Interview mit den Ausstellungsmacher*innen.
Foto: LWL/Steinweg
Seit Mai 2018 ist Judith Blume Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität. Die Koordination, die an der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg angesiedelt ist, hat die Aufgabe, die Nutzung der universitären Sammlungen in Forschung, Lehre und Wissenschaftsvermittlung zu fördern. Ziel ist eine Unterstützung in vielerlei Hinsicht: von der Bestandserhaltung über die Erschließung und Digitalisierung bis hin zur Entwicklung neuer, interdisziplinärer Perspektiven für Seminare, Forschungsprojekte und Ausstellungen.
Im Interview im Web-Magazin erzählt Judith Blume mehr über ihre Aufgaben, die Potentiale und Herausforderungen in der Arbeit mit Sammlungen: "Wer weiß, was wir in ein paar Jahren erforschen wollen!"
Fast 800 musikalische Handschriften des bedeutenden Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg werden mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) digitalisiert. Das Projekt ist auf anderthalb Jahre angelegt und umfasst die Digitalisierung und Erschließung von rund 48.000 Seiten der Frankfurter Kantatensammlung aus dem 18. Jahrhundert.
Mehr zum Bestand und seiner Digitalisierung im Web-Magazin der Goethe-Universität
Die „Porträtsammlung Holzhausen“ der Frankfurter Universitätsbibliothek steht nun komplett erschlossen der Forschung und anderen Interessierten online zur Verfügung.
Die Frankfurter Bürgerstiftung mit Sitz im Frankfurter Holzhausenschlösschen förderte die Digitalisierung und Konservierung der wertvollen graphischen Blätter. Die Sammlung von etwa 1.250 Kupferstichen, Holzschnitten und anderen graphischen Blättern des 16. – 18. Jahrhunderts ist Teil der Sammlung Frankfurt und Seltene Drucke (Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg). Den Schwerpunkt der dargestellten Personen bilden Frankfurter Bürger mit teilweise klangvollen Namen wie Cronstetten, Fichard, Fleischbein von Kleeberg, Hüsgen, Humbracht, Lersner oder Uffenbach, um nur einige zu nennen. Matthäus Merian d.Ä. taucht sowohl als Künstler wie auch als Porträtierter auf und auch seine Tochter Maria Sibylla Merian ist mit mehreren Porträts vertreten.
Mehr zur Sammlung und ihrer Digitalisierung im Web-Magazin der Goethe-Universität
Seminar von Dr. Lisa Regazzoni, Historisches Seminar, Goethe Universität, Dr. Charlotte Bigg, Dr. Andrée Bergeron (École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris) und Dr. Sébastien Soubiran (Université de Strasbourg)
Die deutsch-französische Übung widmet sich den wissenschaftlichen und akademischen Sammlungen als historisch gewachsene Produkte, deren Nutzung, Bedeutung und Wahrnehmung sich sowohl im wissenschaftlichen Bereich als auch in der Öffentlichkeit verändert hat und stetig wandelt. Auf der Grundlage der Diskussion wissenschaftshistorischer und -theoretischer Texte und im Rahmen von Exkursionen in verschiedene Sammlungen in Paris, Strassburg und Frankfurt werden u. a. den folgenden Fragen nachgegangen:
•Welche sind die Methoden, die die verschiedenen Fachdisziplinen anwenden, um anhand materieller Sammlungsbestände wissenschaftliche Aussagen zu treffen bzw. zu belegen?
•Wie verändern sich im Laufe der Zeit die Bedeutung und der Wert der Sammlungsbestände, v. a. wenn sie für die sich stetig verändernden wissenschaftlichen Ansätze und Fragestellungen an Relevanz verlieren oder aber zum aufzubewahrenden akademischen Erbe der Universitäten erhoben werden?
•Wie werden die wissenschaftlichen Sammlungen durch ihre Ausstellung bzw. Musealisierung im öffentlichen Raum aufgewertet? Welche Herausforderungen aber auch Potentiale bringt diese Form der Wissensvermittlung mit sich?
All diese Fragen werden in deutsch-französischer Vergleichsperspektive betrachtet, damit die Bedeutung des historischen Kontextes, der nationalen Wissenschaftstraditionen, der politischen Entscheidungen hinsichtlich der „Heritage-ifizierung” und Wieder-Inwertsetzung vom wissenschaftlichen Kulturerbe klar zum Ausdruck kommt.
Das internationale Seminar wird von Dr. Lisa Regazzoni (Goethe-Universität), Dr. Charlotte Bigg, Dr. Andrée Bergeron (École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris) und Dr. Sébastien Soubiran (Université de Strasbourg) veranstaltet und richtet sich primär an französische und deutsche Studierende der Geschichte und Wissenschaftsgeschichte. Nach zwei theoretischen Einführungssitzungen in die Fragestellung werden jeweils zweitägige Exkursionen in verschiedene Sammlungen der Universitäten Frankfurt, Paris und Strassburg durchgeführt.
Die Lehrveranstaltung und die Exkursionen werden dank der finanziellen Unterstützung vom CIERA, der QSL-Mittel des Historischen Seminars und des Förderfonds Lehre 2017/18 der Goethe-Universität ermöglicht.
Die Zahl der Teilnehmer/innen der Goethe-Universität ist auf 12 begrenzt. Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an: Regazzoni@em.uni-frankfurt.de
Genaue Angaben zum Ort und Ablauf der drei Blocksitzungen werden im Laufe der ersten Sitzung am 12.04.2018 gegeben.
Seminar von Dr. Lisa Regazzoni, Historisches Seminar, Goethe Universität und Dr. Vera Hierholzer, Koordinatorin der Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Das interdisziplinäre Seminar widmet sich dem wissenschaftlichen Handzeichnen als Form der Welterfassung vom 18. bis 21. Jahrhundert. Die Seminarteilnehmer*innen setzen sich mit der zeichnerischen Erfassung insbesondere von Artefakten, Naturalia und Menschen auseinander – am Beispiel von Darstellungen archäologischer Funde und Pflanzen sowie anatomischen Skizzen. In einem dezidiert komparatistischen und epochenübergreifenden Ansatz wird danach gefragt, wie sich die Technik des Handzeichnens im Lauf der Zeit verändert hat und welche Erkenntnisinteressen oder auch Forschungsfragen damit verbunden waren und sind. Warum wird das Zeichnen bis heute in überraschend vielen wissenschaftlichen Kontexten als Technik der Objekt- und Subjekterfassung verwendet – und das trotz der Herausbildung konkurrierender Verfahren wie der Fotografie, des Films, des 3D-Scans u.v.m.? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der wissenschaftlichen Analyse und Theoriebildung und der Art der Objekt- und Subjekterfassung? Welches Vorwissen liegt der zeichnerischen Praxis zugrunde und welche Erkenntnisse werden damit vermittelt? Welche Aspekte können mittels Zeichnungen besser herausgearbeitet werden und welche ausgeblendet? Da die Zeichner*innen, die im Auftrag von Wissenschaftler*innen arbeiten, oft eine künstlerische Ausbildung besitzen, gilt das Interesse zudem der Verzahnung zwischen Kunst und den jeweiligen Disziplinen (u.a. Archäologie, Ethnologie, Biologie, Anthropologie, Botanik, Medizin).
Diesen Fragen gehen die Seminarteilnehmer*innen nicht nur auf der Grundlage der Diskussion wissenschaftshistorischer und -theoretischer Texte nach, sondern insbesondere im Rahmen von Exkursionen in verschiedene Sammlungen. Im Zentrum stehen Handzeichnungen, die in den Universitätssammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Goethe-Universität Frankfurt aufbewahrt werden – u.a. werden die Sammlungen des Frobenius-Instituts, des Instituts für Neurologie (Edinger-Institut) an der Universität Frankfurt und des Instituts für Allgemeine und Spezielle Botanik an der Universität Mainz besucht. Darüber hinaus ist ein Besuch des Arbeitsbereichs Grafik im Römisch Germanischen Zentralmuseum Mainz geplant.
Das Seminar findet in 7 Blockveranstaltungen à 4 Stunden in Frankfurt und Mainz statt und richtet sich an Studierende beider Universitäten.
Studierende der Kunstgeschichte erwerben einen Teilnahmeschein am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften und können sich diesen für ihr Fach am Kunstgeschichtlichen Institut anerkennen lassen. Zuständig für die Anerkennung: Dr. Julia Saviello.
Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.
Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)
Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de
FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de
Jatinkumar Nakrani
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Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)
Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.
Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)
