von Jan Habermehl
Bei Johann Hartmann Beyer handelt es sich um einen der bedeutendsten Frankfurter Bürger der Frühen Neuzeit. Als Mediziner, Mathematiker und Politiker war er ein echtes Multitalent seiner Zeit. 1624 hinterließ er seiner Heimatstadt unter anderem eine außerordentlich reiche Büchersammlung, die über 2.500 Drucke und Handschriften umfasste.
Beyer legte mit dieser Bücherstiftung einen der Grundsteine der heutigen Universitätsbibliothek, in deren Magazinen sich über die Jahrhunderte hinweg, trotz aller Kriegsverluste, noch über 160 Bände
erhalten haben.
Hier sehen Sie das Inhaltsverzeichnis des von Beyer geschriebenen Inventars seiner Büchersammlung. Es ist vermutlich gemeinsam mit Beyers Sammlung in die damalige Stadtbibliothek gekommen. Heute befindet es sich unter der Signatur Biblioth. Ff. Stadtbibl. 560 in der Frankfurter Universitätsbibliothek. Beyer ordnet die im Inventar verzeichneten Bücher in sechs Sachgruppen: theologische Bücher, Medizinbücher, Bücher über Mathematik, juristische, politische und historische Bücher, Bücher über Grammatik und Rhetorik und abschließend Bücher zur Poetik. Die universitäre Wissensgliederung in vier Fakultäten (Theologie, Jura, Medizin, Philosophie) war zwar
Beyers Vorbild bei der Inventarisierung seiner Sammlung, jedoch ändert er aber die traditionelle Fakultätenhierarchie in seinem Sinne ab, sodass einerseits die Medizin an die zweite Stelle rückt, was sicherlich mit Beyers Arztberuf zusammenhängt, und andererseits die Mathematik, für die sich Beyer schon seit seiner Kindheit begeistert, eine eigene Kategorie erhält.
Möchten Sie einen Blick in das Buch werfen? Das Digitalisat finden Sie hier.
Jan Habermehl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik.
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Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)
Dr. Judith Blume
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Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.
Dr. Judith Blume
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020)
Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)
Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.
Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)
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