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Objekt des Moments: Steinreich
Ausstellung: Who cares?
Bericht zur Object Lesson
Alltagsleben im 19. Jahrhundert
FID Jüdische Studien
Sammlungskoordination: MakerSpace
Literaturtipps
Ausblick
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Objekt des Moments: Ein Struwwelpeter auf Papyrus
Ausstellung: Der unbekannte Bekannte
Ausstellung: Anatomie der Fragilität
Ausstellung: SOLASTALGIE
Ausstellungsrückblick: Verflochten
Studierendenprojekt: Guckkästen
Sammlungskoordination: DOLCE als OER
Literaturtipps
Ausblick
Für Freitag, den 28. November 2025 laden der Fachinformationsdienst Darstellende Kunst (FID DK) , der Bundesverband Theatersammlungen im deutschsprachigen Raum (TheSiD) e.V. und die AG Archiv der Gesellschaft für Theaterwissenschaft (gtw) zum 6. digitalen Arbeitstreffen „Sammlung trifft Forschung“ ein. Thema der diesjährigen Ausgabe sind mündlich überlieferte Erfahrungen und autobiografische Zeugnisse. Diskutiert werden ausgewählte Oral-History-Projekte zu den Darstellenden Künsten und Arbeitsprozesse zur Überlieferung, Sicherung und Zugänglichmachung von Wissen in Sammlungen und Archiven.
Die Veranstaltung richtet sich an Forschende aus der Theater- und Tanzwissenschaft, Dokumentar*innen aus Museen, Bibliotheken und Sammlungen und an Mitarbeitende aus Archiven mit theater- und tanzbezogenen Beständen; auch Künstler*innen und Mitarbeitende aus praxisbezogenen Ausbildungsinstitutionen sind herzlich eingeladen.
Seit April 2025 ist eine neue Plattform online: „Teaching with Objects" ist Teil des Universeum Networks. Die Plattform dient als Werkzeug für die objektbasierte Lehre mit Objekten aus Sammlungen und Museen. Ursprünglich entstanden als Erasmus+ Kooperationspartnerschaft im Hochschulbereich brachte das Projekt sechs Universitäten und eine Stiftung als Partner zusammen. Ziel war es, objektbasierte Lehr- und Lehrmethoden zu unterstützen. Dazu wurden Konzepte, Methoden und Werkzeuge gesammelt, bewertet und verbessert.
Nachhaltig festgehalten wurde das Ganze nun auf der Plattform "Teaching with Objects". Hier finden sich eine Vielzahl an Artikeln zu Lern- und Lehrpraktiken, praktischen Leitfäden und Reviews. Das Netzwerk an Beteiligten der objektbasierten Lehre wurde ausgeweitet und durch ein Verzeichnis von Lehrpersonen und -projekten kann man sich einfach untereinander vernetzen und austauschen. Auch das Digital Object Learning Center (DOLCE) der Goethe-Universität ist auf der Plattform vertreten und wurde in einem Vortrag von Johanna Sentef im Rahmen der Veranstaltung "Teaching with Objects" im November 2024 in Strasbourg vorgestellt.
Im Digital Object Learning Centre (DOLCE) kann man digitale Kompetenzen im Umgang mit Sammlungen und Datenbanken erwerben. DOLCE begleitet aktuell das Seminar „Digitale Archivarbeit: Comics in der Presse“, in dem Studierende erstmalig Zeitungsartikel zum Thema Comic in der Sammlungsdatenbank der Goethe-Universität CODA erfassen. Hierbei lernen die Studierenden mit dem Archiv des Instituts für Jugendbuchforschung hands on, wie Objekte in einer Datenbank erfasst werden, was Metadaten sind, wie man Recherchestrategien anwendet, wie man mit Lizenzen umgeht und erhalten einen Einblick in Digitalisierungsprozesse und vieles mehr. In Zukunft wird DOLCE allen Lehrenden und Studierenden zur Verfügung stehen.
Vor fast 100 Jahren reisten drei Frankfurter Malerinnen, Agnes Schulz, Maria Weyersberg und Elisabeth Mannsfeld nach Lesotho um als Teilnehmer der Frobenius-Expedition ins südliche Afrika die dortigen Felsbilder mit Aquarellfarben und Buntstift auf Papier zu bannen.
In zwei Monaten entstanden so insgesamt 63 Felsbildkopien, darunter auch eine maßstabsgerechte Kopie der Felsbildstelle Ha Baroana – das mit über 10 Meter Breite größte Bild im Felsbildarchiv des Frobenius-Instituts.
Im Rahmen einer Ausstellung in Lesotho wurden kürzlich Faksimiles dieser Bilder an das Morija Museum & Archives übergeben. Gezeigt werden zudem historische Fotografien aus dem Frobenius-Archiv, die auf Basis zeitgenössischer Negative neu hergestellt worden waren.
Eröffnet wurde die Ausstellung mit dem Titel SEKOELE Rock Art Exhibition u.a. durch die Queen des „Mountain Kingdom“, her Royal Majesty Masenate Mohato Seeiso, und dem deutschen Botschafter in Südafrika, Andreas Peschke.
Noch ein Jahr lang werden die Bilder in der Galerie des Morija-Museums zu sehen sein und dabei auch aufzeigen, wie dramatisch sich der Verfall vieler Originale im Vergleich zu ihrem 1928 dokumentierten Zustand erweist. Von der Felsbildstelle Ha Baroana ist heute kaum noch etwas übrig, was den Wert der historischen Dokumentation dieses unwiederbringlichen kulturellen Erbes unterstreicht.
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Objekt des Moments
Ausstellung: Unboxing (Art-)History
Ausstellung: Fixing Futures
Frankfurt - Lesotho
Digitale Archivarbeit
Teaching with Objects
Sammlung trifft Forschung
Literaturtips
Ausblick
Mit ca. 62.000 Bildträgern verfügt das Bildarchiv über eines der größten fotografischen Bestände seiner Art. Bisher war der digitale Zugang für Forschende jedoch stark eingeschränkt.
Durch automatisierte Bildanalyseverfahren und Deep-Learning-Methoden werden die Bildträger in einem öffentlichen Internetportal zugänglich gemacht – Ein wichtiger Schritt für die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte und die Datenerhaltung für zukünftige Generationen.
Das Projekt ist eine Kooperation der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg Frankfurt und der Arbeitsgruppe „Multimodale Modellierung und Maschinelles Lernen“ (Prof. Ralph Ewerth) der Philipps-Universität Marburg. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Das Internetportal soll Ende 2027 öffentlich zugänglich sein.
Foto: VABiKo
2024 Jahr erhielt die Altorientalische Sammlung der GU eine Schenkung von 69 Kreuzen, zumeist aus Bronze, teilweise farbig eingelegt, darunter aber auch Objekte aus Knochen oder Perlmutt. Es handelt sich zumeist um Anhänger, einige weisen aber auch Vorrichtungen zum Aufstellen auf. Die Stücke stammen aus dem östlichen Mittelmeerraum und lassen sich der Mitte bzw. dem ausgehenden 1. Jt. Nach Christus zuweisen. Sie stellen in ihrer Vielgestaltigkeit einen interessanten Querschnitt durch die Handwerkskunst der Zeit dar und zeugen dabei von der Religionszugehörigkeit ihrer Nutzer.
Der Einsatz von Methoden zur 3D-Digitalisierung ist ein wesentlicher Teil der archäologischen Praxis geworden. Im WS 24/25 setzte sich daher ein Blockseminar am Institut für Archäologische Wissenschaften zum Ziel, die Studierenden in diese Thematik einzuführen. Im Kurs wurden nicht nur die theoretischen Grundlagen sowie der Umgang mit entsprechender Software vermittelt, sondern die umfangreiche Antiken- und Abgusssammlung der Goethe-Universität konnte hervorragend als praktisches Anwendungsfeld einbezogen werden.
Dr. Matthias Recke, Kustos der Antikensammlung und des Skulpturensaals, traf eine vielfältige Auswahl an Objekten, anhand derer die Studierenden die erlernten Methoden erproben konnten. Dass hierbei gezielt mit Objekten gearbeitet wurde, die jeweils unterschiedliche Herausforderungen an die Digitalisierungsverfahren stellen, verstärkte den Lerneffekt bei den Studierenden.
Die Übung wurde in Kooperation mit dem bei studiumdigitale angesiedelten Projekt fuels und Dr. Christian Seitz vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen durchgeführt. Weitere koordinatorische und fachliche Unterstützung erfolgte durch Dr. Ulrike Wolf, eLearning-Koordinatorin im Zentrum Geisteswissenschaften, und die Lehrbeauftragte Dr. Anne Schaefer.
Foto: Uwe Dettmar © Goethe-Universität
Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.
Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)
Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de
FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de
Jatinkumar Nakrani
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Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)
Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.
Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)
